Indien - das ist ein Land, das nur schwer in Worte zu fassen ist. Bisher waren wir nur in Nordindien, in Rajasthan, Agra, Delhi und Mumbai (Mumbai liegt so an der renze zwischen Nord und Sued). Der Sueden soll nochmal komplett anders sein, wie ein voellig anderes Land. Wir werden sehen. Dieser Eintrag beschraenkt sich jedenfalls auf unsere Eindruecke im Norden.
Wir sind hin-und hergerissen zwischen einem faszinierten "WOW" und dem Gefuehl von all den verschiedenen Eindruecken erschlagen zu werden. Bisher war Indien fuer uns ein Land, dass man mit allen Sinnen erlebt, ob man will oder nicht. Nur um ein paar Beispiele zu nennen:
Die Gerueche: sie wechseln alle paar Meter: Curry und diverse andere Essensgerueche, dann wieder Kuhscheisse,. Blumen, dann wieder Urin, Raeucherstaebchen, Muell und Kloake,...
Die Klaenge, die alle beinahe gleichzeitig auf einen eindringen: das verspielte Laeuten der Gloeckchen an den Fusskettchen der Frauen, wildes Hupen, das Gebimmel und/oder der Gesang aus einem Hindu-Tempel, zugleich die Rufe des Muezzin, das rhythmische Klopfen der Waescherinnen, die an den Seen und Fluessen den Schmutz aus der Waesche schlagen, Hundegebell, Rufe von Haendlern und Taxifahrern: "Madam, Madam, Sir, Sir, Taxi, Taxi, only look, look my shop" und vieles mehr.
Ganz zu schweigen natuerlich von all den Reizen fuer unsere Augen: knallbunte Saris, wo das Auge hinblickt, Turbane und diverse andere Kopfbedeckungen (je nach Religion) in den verschiedensten Farben und Formen, Hunde, etliche Kuehe, aber auch Ziegen, Kamele, Elefanten, Affen, Pfauen, Autos, Mopeds, Pferdekutschen, Ochsenkarren, Kamelwaegen, Gewuerze, Bettler und natuerlich Muell, Muell, Muell.
Es ist einfach unglaublich und wirklich nur schwer in Worte zu fassen. Ein Land, das in der Zeit stehen gebleiben zu sein scheint (all die modernen Computer-Inder etc. sind eher im Sueden Indiens anzutreffen. Ueberhaupt gibt es ein extremes Nord-Sued-Gefaelle). Man hat kein Problem damit, sich vorzustellen, in welchem Prunk und Protz die Maharajas gelebt haben. Die islamischen Einfluesse vor allem in der Architektur und im Zusammenspiel mit den bunt und verfuehrerisch verschleierten Frauen lassen maerchenhafte Bilder ganz im Sinne von 1001 Nacht in einem aufsteigen. Zugleich ist die Armut wirklich erschreckend (allein in Mumbai leben ueber 50% der Menschen in Slums), es ist dreckig und stinkt, die sanitaeren Einrichtungen sind ein Kapitel fuer sich,...
Neben Hindi und Englisch gibt es noch 17 gleichberechtigte Amtssprachen in Indien, die verschiedensten Religionen muessen sich arrangieren, manchmal fuehlt man sich wie in einem einzigen rieseigen bunten und lauten Chaos.....
Ein Land der Sinne, der Gegensaetze und Extreme. Mehr darueber gibts dann fuer Interessierte, wenn wir wieder daheim sind, das wuerde hier sonst den Rahmen sprengen.
Hier ein paar typische, alltaegliche indische Bilder:

(Gemuesemarkt)

(zum Teil werden hier richtig schwere Lasten auf den Koepfen transpoertiert. In den Doerfern muessen die Frauen oft noch weite Strecken zuruecklegen, um zur naechsten Wasserquelle zu kommen.)

(Eine Zuckerrohrpresse. Davon gibt es etliche in Mumbai. Hier wird der suesse Saft aus dem Zuckerrohr gepresst und dann als Getraenk verkauft. Sehr beliebt bei den Indern, uns ein bisschen zuuu suess.)

(man kann hier kaum 10 Meter laufen ohne dass ein bis fuenf Kuehe im Weg liegen oder stehen oder an einem vorbeilaufen. Man gewoehnt sich dran)


(Elefanten im Stadtverkehr)




(Zucker aus Zuckerrohr)

(Viel Chilli und ein bisschen Curry)





(Die Ernte wird verpackt.)

(Hier gehts manchmal schon ganz schoen zu.)







(Essensstaende auf der Strasse)


(Blumenverkaeuferinnen. Die Blumen werden als Opfergaben den Goettern dargebracht.)

(Die bunten Puelverchen werden mit Wasser gemischt und dann hat man Wasserfarben zum Malen und sonstigem.)

(Schneider)

(Der hier schneidert gerade eine Hose fuer mich.)

(Bei Bau- und Strassenarbeiten fuellen die Frauen diese Schalen hier mit Geroell oder Steinbrocken und tragen sie weg. Ziemlich muehselig und langwierig und natuerlich ein Knochenjob fuer die Frauen.)


(Nicht so haeufig, aber doch ab und zu sieht man auch die Maenner mal was tragen.)


(Das hier sieht man auch recht haeufig: Das sind Kuhfladen, die von den Frauen oder auch Kindern, mit der blossen Hand eingesammelt und dann zum Trocknen in der Sonne ausgelegt werden. Die getrockneten Fladen dienen dann als Brennmaterial fuer all die, die kein Gas oder aehnliches haben.)
Als wir in Indien angekommen sind fuehlten wir uns nach dem ruhigen und gruenen Neuseeland erstmal wie ausgespuckt auf einen anderen Planeten.
Bereits im Flieger hatten wir bemerkt, dass wir unseren Reisefuehrer in Sydney auf dem Flughafen vergessen haben. Also standen wir nun in Mumbai (Bombay) erstmal ziemlich planlos am Flughafen - keine Ahnung wohin.
Wir haben aber schnell ein paar andere Touristen ausgemacht, bei denen wir mal ins Buch schauen durften - also alles kein Problem.
In Mumbai selbst haben wir dann in einer kleinen Absteige eher gehaust als gewohnt, aber auch in dieser Hinsicht sind wir ja inzwischen abgehaertet.
Noch in der ersten Nacht ging grosses Gejubel und Gegroehle auf den Strassen los und am naechsten Tag wussten wir dann auch warum: Wir sind genau in das grosse ud bunte indische Fruehlingsfest "Holi" hineingestolpert. An Holi bewerfen und beschmieren sich die Inder gegenseitig mit Farbe und freuen sich. Auch wir wurden natuerlich nicht verschont:


Noch am selben Tag wurden wir von den Leuten in unserem Guesthouse gefragt, ob wir denn Lust haetten als Statisten in einem Bollywoodfilm mitzuspielen, wir wuerden auch jeder 500,- Rupien (ca. 8,- Euro (hier ist das viel Geld)) bekommen. Da haben wir natuerlich nicht nein gesagt.
Das Problem war allerdings, dass wir am naechsten Morgen auf dem
Weg zum vereinbarten Treffpunkt von einem anderen Scout aufgehalten
wurden, der ebenfalls westlich aussehende Statisten suchte. Wir
zeigten ihm die Visitenkarte, die wir bekommen hatten und er meinte
"jaja, alles das Gleiche" und wir sollten bei ihm mitkommen.
Letztendlich haben wir dann leider unseren Bollywoodfilm verpasst
und sind bei einem pakistanischen Werbespot fuer Lipton Ice
gelandet
.
Zwar nicht Bollywood, aber auch ganz lustig. Wir mussten ganz haessliche Klamotten anziehen und dann einfach nur Touristen am Flughafen darstellen (das koennen wir ja inzwischen):

(Wir am Filmset in Indien)
Von Mumbai aus haben wir dann auch endlich unsere ganzen warmen und dicken Klamotten nach Hause geschickt, denn hier brauchen wir sie bestimmt nicht mehr. Auch ein Paeckchen zu verschicken ist in Indien ein Erlebnis fuer sich. Zunaechst einmal muss man zum Schneider oder einem extra Parcel-Service, der einem die Sachen in Stoff einnaeht (ja, das muss hier sein). Danach wird das Ganze dann noch mit Siegelwachs versiegelt, ansonsten wird das Paeckchen nicht angenommen. Das Alles kann natuerlich eine ganze Weile dauern, aber es sieht toll aus. Ein Paeckchen wie aus dem Mittelalter.

(Zunaechst wird alles eingenaeht)

(und dann versiegelt.)
Nach ein paar Tagen Mumbai hatten wir genug von der Grossstadt und sind in einer 19-stuendigen Busfahrt weitergeduest in den Norden, nach Udaipur in Rajasthan.
Hier hatten wir ein tolles Zimmer, in dem man sich gefuehlt hat wie der Maharaja hoechstpersoenlich:

(Ess- und Chillbereich in unserem Zimmer.)
Von hier aus konten wir direkt auf den See schauen und den Frauen zusehen, die auf der anderen Seite des Ufers Waesche waschen und schlagen.

Die meisten Guesthouses haben hier gemuetliche Rooftop-Restaurants, wie unseres hier:

Udaipur ist ein ziemlich schoenes, kleines und relxtes Staedtchen, in dem es sich gut ein paar Tage aushalten laesst. Allerdings gibt es nicht viel mehr zu tun, als das indsche Leben auf den Strassen zu beobachten und in sich aufzusaugen.
Von Udaipur ging es weiter nach Jodhpur. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch ein riesiges Fort, Kumbalgarh, angeschaut. Das Fort ist hauptsaechlich aufgrund seines monstroesen Umfangs interessant. Die Aussenmauern sind 36 km lang und innerhalb der Mauern gibt es ueber 360 Tempel und Palaeste.

(Eingang ins Fort)
Auf der gleichen Strecke liegen auch die Tempelanlagen von
Ranakpur. Der Haupttempel heisst Chaumukha (Tempel der vier
Seiten/Gesichter) und ist der absolute Hammer. Er wurde 1439 erbaut
und ist komplett aus weissem Marmor. Im Inneren befinden sich 1444
Säulen und 29 hallenartige Raeume, die alle unterschiedlich
verziert sind. Keine Saeule gibt es doppelt. Der Tempel ist noch
sehr gut erhalten und wird auch immernoch zu rituellen Handlungen
genutzt. Es ist ein Jain-Tempel (die Jainas sind eine religioese
Gruppierung, die einige Gemeinsamkeiten mit Buddhisten und Hindus
aufweist), der als Hauptwerk der jainistischen Architektur in
Indien gilt.



(Alles aus weissem Marmor. Keine Saeule ist wie die andere.)

(Deckenverzierung aus einem einzigen Stueck Marmor. (Das Teil ist ziemlich gross.))


(Die Leiste ganz unten: Kamasutra darf natuerlich auch nicht fehlen.)
In Jodhpur selbst hat es uns nicht so gut gefallen. Die Stadt ist ziemlich gross und hat nicht besonders viel Charme.
Trotzdem hatten wir hier eine tolle Zeit, vor allem, weil wir bei einer indischen Familie zum Abendessen eingeladen waren. Wir haben mal wieder ein Paeckchen nach Hause geschickt und sassen mal wieder eine ganze Weile beim Mann vom Parcel-Service und haben Chai (Tee) getrunken. Nach einer Weile meinte er (er hiess Suraj) dann, dass er uns so nett findet, dass er uns gerne zu seiner Familie zum Essen einladen wuerde.
Leider gibt es hiervon keine Fotos, da unser Akku leer gegangen ist und wir keinen zweiten dabei hatten.
Das einzige Bild, dass wir haben ist wie Suraj unsere Paeckchen versiegelt:

Das war eine wirklich interessante Erfahrung, vor allem in Hinblick auf die Mann-Frau-Beziehung in einer typischen, sogar eher aufgeklaerten (aufgrund vieler Touristenkontakte) indischen Familie (wohl untere Mittelschicht).
Mit mir hat der Suraj genauso geredt wie mit dem Basti oder anderen - klar, ich bin ja Touristin und der Suraj hat aufgrund seiner Arbeit genug mit Touristen zu tun, um zu wissen, dass bei uns alles ein bischen anders ist. Als wir dann zu ihm nach Hause kamen, veraenderte sich sein Ton in krasser Weise, sobald er mit seiner Frau oder einer seiner zwei Toechter geredet hat: herrisch, nur noch Befehle, die kein "Nein" akzeptieren - ziemlich gewoehnungsbeduertfg.
Ich wurde natuerlich zunaechst zu den Frauen und Kindern geschickt, was sich jedoch recht schwierig gestaltete, da diese des Englischen und ich des Hindi nicht maechtig waren.
Nach etwa einer Stunde, in der wir uns gegenseitig beaeugt hatten (mit viel Gekicher und Gegacker auf indischer Seite), und nachdem mir das Kinderzimmer und diverse Fotos gezeigt worden waren, durfte ich mich dann schliesslich doch zu den Maennern gesellen - ganz zum Leidwesen von Surajs wirklich bezaubernder Frau Laxhmi: Die Maenner hatten naemlich inzwischen Bier besorgt (man glaubt es kaum, aber die Hindi hier trinken ziemlich gern und auch nicht wenig), und da ich als weibliches Wesen natuerlich auch einen weiblichen Trinkpartner zum Anstossen brauche (dieser Meinung war jedenfalls Suraj), musste die arme Laxhmi, obwohl sie gar kein Bier wollte, auch mittrinken. Das zurueckhaltende Kopfschuetteln ihrerseits half nichts, dennn der Mann hats befohlen und Widerrede gibt es nicht!
Leider wird hier nicht wie bei uns gemuetlich getrunken, sondern so schnell wie moeglich aus kleinen Glaesern und erst wenn alle leer sind, wird nachgeschenkt - individuelles Tempo gibt es also nicht. Und die arme Laxhmi meinte bei jedem Glas aufs Neue, sie wolle nicht - aber keine Chance, sie musste (ich dachte mir, wenn ich nicht mehr will, dann muss sie auch nicht mehr. Aber auch mein Nein wurde nun nicht mehr akzeptiert.) Also haben die Laxhmi und ich heimlich unsere Glaeser getauscht, d.h. ich habe ihres UND meines getrunken (heimlich, damit es der Suraj nicht merkt) - von da an hatte sie mich natuerlich tief in ihr Herz geschlossen. Ihre anfaengliche Zurueckhaltung auch mir gegenueber wich einem froehlichen Gekicher und ich wurde geknuddelt und gekuesst und in die Wangen gezwickt und wenn ich mit ihr in die Kueche giing, durfte ich heimlich aus den vielen Toepfen schnabbulieren (waehrend Bastis Magen knurrte).
Spaeter fand sie dann doch selbst Gefallen am Bier und trank ihr Glas schneller leer als alle anderen, sodass Suraj vermutete, ich haette ihres getrunken, als ich es schon lange nicht mehr tat, was auf unserer Seite (die Frauenseite) natuerlich zu erneutem Gelaechter fuehrte.
So ging es jedenfalls ziemlich lang, bis es um ca. 2.30 endlich in ziemlich geloester Stimmung Abendesen in Huelle und Fuelle mit den verschiedensten Speisen, sogar fuer die Menschen hier recht teurem Lamm, gab.
Beim Abendessen wurde uns gezeigt, wie man richtig mit den Fingern ist und auch (inzwischen gut alkoholisiert) immer wieder ein bisschen getanzt und vor allem viel gelacht.
Dazwischen hatte der Suraj immer mal wieder leicht schizophrene Anwandlungen, hin- und hergerissen zwischen indischer Tradition und westlicher Lebensweise, sodass auch ich ploetzlich mit herrischer und befehlender Stimme zusammen mit der Laxhmi in die Kueche geschickt wurde (die mir dann heimlich ein bisschen was zum probieren gegeben hat. In der Kueche gab es ausserdem nichts mehr zu tun. Alles war schon laengst fertig.), um nur 2 Minuten spaeter mit ihr gemeinsam wieder zum Trinken beordert zu werden.
Besonders lustig war, als die Laxhni als kleinen Snack noch vor dem Essen eine kleine Schale mit Loeffel und einer Art Curry darin auf den Tisch stellte. Der Suraj meinte zum Basti, er solle probieren und sich nehmen, woraufhin der Basti die ganze Schale genommen hat und angefangen hat sie auszuloeffeln. Eigentlich war das jedoch fuer alle gedacht, um ein bisschen was davon aufs Brot zu tun, nicht in Einem pur auszuloeffeln. Zunaechst haben sich der Suraj und die Laxhmi etwas verwundert angeschaut, dann zu mir geblickt. Ich musste schon grinsen, dann haben auch die anderen zwei zu grinsen angefangen (der Basti hat waehrenddessen genuesslich geschlemmt und nichts mitbekommen). Schliesslich hab ich versucht leise in Bastis Richtung zu zischeln "Basti, Basti, das tut man glaub ich aufs Brot. Nur ein bisschen. Das ist fuer alle."
Daraufhin hat sich der Basti fragend umgeblickt und alle haben angefangen laut zu lachen.
Es gibt noch viel mehr ueber den Abend zu erzaehlen, aber wir wollen Euch ja nicht ueberstrapazieren.
Es war jedenfalls super!!!!!!!!
Da draussen zunaechst ein Sandsturm war, der dann in starken Regen ueberging, konnten wir nicht zu unserem Guesthouse zurueck und haben sogar noch dort uebernachtet (aber das ist eine eigene Geschichte).
Nach Jodhpur ging es dann wieter nach Jaisalmer. Die Stadt hat ein wunderschoenes Fort und viele Guesthouses befinden sich innerhalb der Fortmauern. Das Fort ist aus gelbem Sandstein, weshalb Jaisalmer auch "Die goldene Stadt" genannt wird, und abends faerbt sich alles leicht roetlich. Innerhalb des Forts gibt es verschiedene Tempel und lauter kleine Gaesschen und es ist wirklich eine maerchenhafte Kulisse und eine tolle Atmosphaere. Da es hier von Tag zu Tag heisser wird (inzwischen haben wir die 40-Grad-Marke ueberschritten), sind kaum noch Touristen unterwegs, was der Stimmung natuerlich sehr zutraeglich ist.
Viele Touristen machen hier entweder mit dem Jeep oder auf Kamelen eine Wuestentour durch die Wueste Thar. Da die Wueste hier nicht so spektakulaer ist (sie besteht nicht aus einer riesigen Sandduene nach der anderen, sondern ist groesstenteils flach und mit Gestruepp bewachsen.), wollten wir das eigentlich nicht machen. Dann wurde uns aber gesagt, dass in 3 Tagen der Maharaja von Jaisalmer kommt. Das wollten wir natuerlich nicht verpassen und so haben wir die verbleibende Zeit dann doch mit einer Kamelsafari ausgefuellt, was sich durchaus gelohnt hat. Das war mal wieder ein echtes Erlebnis.
Das sind wir mit unseren Kamelen:

(Der Basti mit Papu)

(Ich mit Raju. Die Streicheleinheiten wurden immer sehr genossen.)
(Ja, wir wissen, dass die Turbane total bescheurt aussehen, aber
sie sind dann eben doch der beste Schutz gegen Sonne und Sand
)
Trotz viel Gestruepp kommt man auch immer mal wieder an tollen Sandduenen vorbei, auf denen wir dann auch unter freiem Himmel (mit wahnsinns Sternenhimmel) uebernachtet haben.


(Unser Lager fuer die erste Nacht)

(Am Morgen. Der Basti hat deswegen noch sein gesamtes Gesicht vermummt, weil wr am ersten Abend gleich noch einen kleinen Sandsturm hatten und anders nicht an Schlafen zu denken gewesen waere.)

(Unsere kleine Karawane)

(Ab und zu hiess es auch laufen)


(Bilal, unser Kamelfuehrer)


(Hier wird Chai gekocht)

(Beim Aufladen)

(Hin und wieder kommt man auch mal in einem kleinen Wuestendorf vorbei, was natuerlich die Kinder besonders freut.)

(Meine Sonnenbrille war ein echter Renner.)

(Zweites Nachtlager)

(Da es mittags viel zu heiss wurde, haben wir uns dann ein schattiges Plaetzchen zum Ausruhen gesucht und der Basti hat fleissig Tablas geuebt (in Udaipur hat er schon eine Unterrichtsstunde genommen.))


Als wir von unserer Safari zurueckkamen, war bereits das ganze Fort voller Leute und alles war bereit fuer den Maharaja.
Es gab eine kleine Prozession runter zum See, in der der Maharaj auf seinem Pferd reitend einer Statue folgt, dieser dann am See huldigt und wieder zurueck reitet. Fuer diesen Anlass tragen die Menschen hier ihre schoensten Gewaender und alles ist bunt, die Leute tragen ebenfalls Opfergaben wie Blumwen und Kokosnuesse zum See und es ist einfach nur phantastisch dem Treiben zuzusehen:

(Prunkvoll geschmueckte Kamele)

(Wunderschoen rausgeputzte Maedchen mit Opfergaben.)

(Dem Maharaja hinterher auf dem Weg zum See)

(Der Maharaja auf seinem Pferd.)





Um Euch Erklaerungen und Ausfuehrunen zu einzelnen Palaesten und Bauwerken zu ersparen, hier einfach ein paar Bilder der maerchenhaften Architektur aus verschiedenen Orten an denen wir waren. Ein paar sind von Palaesten ein paar aber auch von Stadthaeusern reicher Familien:


(Schaukel fuer die Koenigin)









("Der Palast der Winde" in Jaipur. Er besteht eigentlich nicht aus viel mehr als dieser Front. Wie eine Filmkulisse. Er hat dazu gedient, dass sich die Frauen der koeniglichen Familie hinter den Fenstern Paraden und aehnliches Treiben auf der Strasse ansehen konnten ohne dabei selbst gesehen zu werden.)
Nachdem wir dann noch in Pushker waren, sind wir weiter nach Agra gefahren, um das Taj Mahal zu sehen.
Zuvor haben wir uns allerdings noch "Fatehpur Sikri" angeschaut. Hierbei handelt es sich um die ehemalige Hauptstadt des Mogulreichs unter dem Grossmogul Akbar. Allerdings nur fuer 14 Jahre, da die Wasserversorgung unzureichend war. Heute ist es eine Geisterstadt, in der aber vorallem die Gebaeude in und um den Palast noch sehr gut erhalten sind. Es gibt auch eine ziemlich grosse Moschee, die nach wie vor in Benutzung ist.

(Eingangstor zur Moschee (54 Meter hoch))

(In der Moschee)

(Fenster wie diese sieht man hier viele. Sie sind nicht aus Holz, wie man vermuten koennte, sondern aus Stein.)

(Ehemaliges Eingangstor in die Stadt)


(Hier soll Akbar angeblich private Audienzen abgehalten haben und mit jungen Maennern debattiert haben. Hierzu soll er in der Mitte gestanden und an je einem Ende der Bruecke einer der jungen Maenner.)
Vom Taj Mahal hatten wir uns nicht allzuviel erwartet. Fotos kennt man zu Genuege und mehr ist eh nicht zu sehen. Um wenigestens die groessten Touristenmassen zu umgehen, haben wir es dann beim 3. Anlauf geschafft bereits um 5.45 Uhr in der Frueh an der Kasse anzustehen (um 6.00 Uhr oeffnet das Taj Mahal).
Es ist kaum zu glauben, aber wir waren diesmal doch tatsaechlich die ersten und damit auch die ersten, die an diesem Tag das Gelaende des Taj betraten.
Zunaechst erreicht man ein Tor:

Durch die kleine Tuer unten sieht man zunaechst nur weiss, dann immer mehr Konturen, bis sich das Taj in seiner vollen Groesse und Schoenheit vor einem erhebt. Dieses kurze Stueck zu gehen war sowas von phantastisch und atemberaubend. Das Taj hat uns entgegen aller Erwartungen einfach umgehauen.
Die Stimmung war natuerlich besonders schoen, fast unwirklich, da wir zumindest fuer einige Minuten die Einzigen waren.
Wie soll man es beschreiben. Jeder kennt die Bilder, auf denen das alles gar nicht rueberkommt.
Das Taj Mahal ist einfach NUR schoen. Perfekt. Es gibt keine Worte. Wir waren ueber 2 Stunden in der Anlage und haben das Taj bewundert.
Man steht davor und denkt sich nur: "Ja, er hat sie wirklich geliebt."!
Fuer uns war es der Wahnsinn, ein Ort, an den wir jederzeit wieder zurueckkommen wuerden.
(Fuer alle, die die Geschichte nicht kennen: Das Taj Mahal liess der damalige Herrscher Shah Jahan als Andenken an seine zweite Frau Mumtaz Mahal erbauen, die bei der Geburt ihres 14. Kindes gestorben ist. Es heisst, er habe sie so sehr geliebt, dass er bei Nachricht ihres Todes ueber Nacht graue Haare bekommen haben soll. Spaeter wurde er von seinem Sohn gestuerzt, der ihn ins Gefaengnis sperren liess, von dessen Kerker Shah Jahan immzu nur noch das Taj Mahal sehen konnte. Heute liegen beide, Mumtaz und Shah Jahan hier begraben und das Taj gilt als schoenste Liebeserklaerung der Welt.)

(Das vordere Tor durch das man zum Taj kommt)


(Bei Sonnenaufgang wirkt der sonst strahlend weisse Marmor leicht orange.)


(Ein bisschen Spass muss sein
)
Sonstiges aus Indien:

(Der Basti beim Barbier)

(Erkennt ihr ihn wieder?)

(Beim Shoppen)

(Beim "Schlangenbeschwoerer")
Nach Agra sind wir dann noch kurz nach Delhi gefahren, um von hier aus unseren Flug nach Goa zu nehmen.
Und da sind wir nun, liegen am Strand, aalen uns in der Sonne, tuemmeln uns im pisswarmen Meer, essen leckere Fischgerichte und freuen uns auf meinen (Katharinas) Papa und die Harriet, die uns hier in 4 Tagen besuchen kommen.
In diesem Sinne hoffen wir natuerlich, dass es Euch auch gut geht und druecken und kuessen Euch ganz fest.
Bis zum naechsten Mal!


















































































































































































































































































































